Nebenwirkungen von Tramadol als Schmerzmittel

September 16th, 2008 § 2

Bei einer Einnahme von Tramadol können Nebenwirkungen wie Schwitzen und Sedierung auftreten. In therapeutischer Dosierung hat Tramadol wegen seiner μ-Selektivität keinen beachtenswerten Einfluss auf Atmung und den Pulmonalarteriendruck.

Bei zu schneller Injektion wird häufig eine starke Übelkeit beobachtet (Kombination mit Antiemetikum empfehlenswert). Blutdruck und Pulsfrequenz bleiben ebenfalls kaum beeinflusst.

Bei Applikation von mehreren Opioiden wird Tramadol meistens verdrängt, da die meisten anderen Opioide höhere Affinitäten zu den Opioid-Rezeptoren haben.

Nicht kombinierbar ist Tramadol mit dem Benzodiazepin Diazepam, sowie Flunitrazepam und Glyceroltrinitrat.

Bei Tramadol oder Tramal handelt es sich um einen teilweisen Agonisten an den μ-Rezeptoren. Ferner wird die präsynaptische Aufnahme von Noradrenalin und Serotonin blockiert, wodurch gleichzeitg eine schmerzstillende und leicht antidepressive Wirkung erzielt wird.

Die schmerzlindernde Wirkung von Tramadol lässt sich auf eine Anbindung an die μ-Opioidrezeptoren zurückführen. Daneben beeinflusst Tramadol die Wiederaufnahme und Freisetzung der Neurotransmitter Noradrenalin und Serotonin und wirkt dadurch zusätzlich schmerzlindernd.

Es wird rein synthetisch hergestellt und besitzt wie oben beschrieben nur eine schwache Affinität zu den μ-Rezeptoren. Hervorzuheben ist noch die geringe organotoxische Wirkung von Tramadol; ganz im Gegensatz zu anderen Schmerzmitteln (best. Rheumamittel), die in hohem Maße Magen, Darm und andere Organe schädigen – dies ist bei der Einnahme von Tramadol nicht der Fall!

Die Entwicklung einer physischen Abhängigkeit ist in neusten Studien nicht zu beobachten.

Mit freundlichen Grüßen,

(Charlie Birkenthal, Leiter dieser Homepage)

 

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